Feldulme

Ulmus carpinifolia

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Beschreibung:


Die Feldulme ist ein einheimischer Laubbaum, der sich im gemäßigten kontinentalen Klima wohlfühlt. In der Natur wächst er bevorzugt in eichenreichen Laubmischwäldern bis zu Höhenlagen von 600 Metern. Der sommergrüne Baum wird circa 500 Jahre alt und erreicht Wuchshöhen zwischen 15 und 30 Metern. Seine breite, dichtbelaubte und geschlossene Krone erreicht Durchmesser von 15 bis 25 Meter. Damit ist (bot.) Ulmus carpinifolia ein malerisches und eindrucksvolles Gehölz. Allerdings stellt der Baum hohe Ansprüche an die Nährstoffe im Substrat, ausreichende Lichtverhältnisse und den Wassergehalt des Bodens. Findet er den richtigen Standort, ist sein jährlicher Zuwachs von 30 bis 60 cm beachtlich. Bis zum Ausbruch des Ulmensterbens in den 1970er Jahren befanden sich viele ältere Feldulmen in Parks und öffentlichen Anlagen. Die Feldulme ist unter den weiteren deutschen Namen Iper oder Feldrüster bekannt. Sie ist von den drei in Mitteleuropa heimischen Ulmenarten am weitesten verbreitet. Ulmus carpinifolia gehört zur Gattung der Ulmen in der Familie der Ulmengewächse (Ulmaceae). Das Edelholz des Baumes besitzt einen hohen Härtegrad. Das macht das im Möbelbau Rüster genannte Holz bei Tischlern und Schreinern beliebt. Es verzieht sich wenig und sieht ansprechend aus. Die tief reichende Wurzel der Feldulme sorgt anfangs für einen guten Halt des Baumes. Mit zunehmendem Alter entwickelt sie sich zu einem weitreichenden Herzwurzelsystem, aus dem zahlreiche Schösslinge treiben. Diese wachsen zu neuen Bäumen außerhalb der Baumscheibe heran.

Die Borke des Baumes ist graubraun und längsrissig. Auf jüngeren Ästen zeigen sich manchmal Korkleisten. Es wäre voreilig zu schließen, ein Baum ohne den typischen Korkbesatz wäre keine Feldulme. Es gibt wenige Baumarten, bei der Blatt- und Wuchsform so stark variieren wie bei Ulmus carpinifolia. Häufige Blattformen sind breit-eiförmig und oben spitz zulaufend. Die Variationsbreite reicht von schmal rautenförmigen bis zu runden Blättern. Das Laub bleibt gewöhnlich klein mit einer Länge zwischen vier bis sechs Zentimetern. Die Breite schwankt zwischen zwei und fünf Zentimetern. Die Blätter sind lang gestielt, ihr Rand stark gezähnt. So variantenreich wie die Blattform ist auch die Blattoberfläche: es kommen glatte bis stark behaarte Exemplare vor. Die sommerliche Blattfarbe ist ein kräftiges, dunkles Grün. Im Herbst verwandelt sich das Laub von Ulmus carpinifolia in ein leuchtendes Gelb. Lange vor dem Laubaustrieb im Frühjahr blüht die Feldulme. Ab März erscheinen die unscheinbaren Blüten direkt an den äußeren Trieben unterhalb der Blattknospen. Der Wind bestäubt diese und im Sommer bilden sich geflügelte Nüsschen aus. Der Baum stellt einige Ansprüche an seinen Standort. Die wärmeliebende Feldulme gedeiht am besten an sonnigen, geschützten Plätzen. Sie kommt mit Halbschatten zurecht, soweit dieser nicht zugig und kalt ist. Wasserreiche Plätze sagen ihr zu. In der Natur wächst sie bevorzugt in Flusstälern und Auenlandschaften. Der optimale Boden ist tiefgründig und nährstoffreich. Besonders wichtig ist ein kalkhaltiges Substrat. Die besten Pflanzzeiten für die Feldulme sind das Frühjahr oder der Herbst. Im ersten Standjahr sind regelmäßige Wassergaben wichtig, damit sich ein stabiles Wurzelsystem ausbildet. Feldulmen, die als Strauch oder Heckenpflanze im Garten wachsen, erhalten für ihren dichten Wuchs einen jährlichen Formschnitt. Es empfiehlt sich, diesen im Februar auszuführen.